Schulweg auf dem Rad ohne Smartphone

10. Mai 2019

Unfall auf dem Schulweg ©arborpulchra - stock.adobe.com - 107462213

Auf dem Weg zur Schule sind Unfälle mit dem Fahrrad die häufigsten Straßenverkehrsunfälle. Ein zusätzliches Unfallrisiko ist das auf dem Rad genutzte Smartphone – trotz aller Warnungen und trotz eines drohenden Bußgeldes.
Der Gemeinde-Unfallversicherungsverband Hannover (GUVH) und die Landesunfallkasse Niedersachsen (LUKN) rechnen auch 2019 mit mehr Fahrradunfällen aufgrund von Tippen, Telefonieren und Fotografieren.

Roland Tunsch, Geschäftsführer des GUVH und der LUKN, appelliert deshalb an Eltern, nicht nur für ein sicheres Fahrrad und einen Helm für ihre Kids zu sorgen, „sondern auch darauf hinzuwirken, dass die Kinder Kopfhörer und Smartphone während des Radelns nicht benutzen – weil es Aufmerksamkeit und Konzentration einschränkt. Außerdem ist das Unfallrisiko erhöht, wenn man abgelenkt ist und deshalb einer Gefahr nicht mehr rechtzeitig ausweichen kann."
Wer unbedingt telefonieren oder eine Nachricht schreiben will, sollte dafür anhalten.

Verboten: Telefonieren, Fotografieren, Nachrichten schreiben

Die Nutzung eines Handys auf dem Fahrrad ist nicht zulässig und wird laut Bußgeldkatalog mit einem Bußgeld von 55 Euro belegt. Nur wenn beide Hände frei sind, ist eine Benutzung erlaubt und auch sicher. Mit einer Handyhalterung am Lenker oder einem Headset darf das Gerät zur Navigation, zum Telefonieren oder zum Musikhören genutzt werden – allerdings in einer Lautstärke, die nicht ablenkt und die es erlaubt, andere Verkehrsgeräusche, zum Beispiel das Martinshorn, noch gut zu hören. Entsteht durch zu lautes Musikhören eine Gefährdung, droht ein Bußgeld von 15 Euro.

Statistik

Im Jahr 2018 haben sich im Zuständigkeitsbereich des GUVH und der LUKN 13.114 Schulwegunfälle ereignet. Davon entfielen rund 50% auf das Fahrrad. Ca. 15 % aller Schulwegunfälle waren im Jahr 2018 dem Grundschulbereich zuzuordnen.