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Neue Ausgabe von „Ich pflege! - Umzug ins Pflegeheim

5. November 2026

©shutterstock.com/Media_Photos

Pflegende Angehörige geben meist alles, damit die Pflegebedürftigen möglichst lange in ihrem geliebten Zuhause leben können. Wenn der Tag kommt, an dem ein Umzug ins Heim unumgänglich ist, stoßen sie häufig auf den erbitterten Widerstand der Betroffenen. Dann suchen Angehörige nach Lösungen, die keinen Zwang bedeuten und trotzdem die Sicherheit der Pflegebedürftigen wahren. Wo und wie pflegende Angehörige in diesem Prozess Unterstützung erhalten, erfahren sie in der neuen Ausgabe der Zeitschrift „Ich pflege“, herausgegeben vom Gemeinde-Unfallversicherungsverband Hannover und der Aktion Das sichere Haus (DSH).

Heime rechtzeitig besichtigen – lange Wartelisten einplanen

Für viele Familien ist das Heim die letzte Option, die erst umgesetzt wird, wenn es zu Hause wirklich nicht mehr geht. Besser wäre es, die verschiedenen Möglichkeiten bereits in guten Zeiten zu besprechen, damit das Heim nicht als Notlösung erscheint, sondern als echte Alternative zur häuslichen Pflege. Im Idealfall suchen alle Beteiligten gemeinsam und rechtzeitig nach dem richtigen Pflegeheim und sind mit der Wahl zufrieden. Auch die zum Teil langen Wartelisten guter Pflegeheime sind ein Grund dafür, das schwierige Thema „Umzug ins Heim“ mit einigem Vorlauf anzusprechen. Zum ersten Kennenlernen kann auch die Kurzzeitpflege in einem Pflegeheim dienen.

Hohe Hürden bei einer „zwangsweisen“ Heimunterbringung 

Nur in Ausnahmefällen dürfen Menschen gegen ihren erklärten Willen in einem Pflegeheim untergebracht werden. Dieser Fall ist zum Beispiel gegeben, wenn die Gefahr besteht, dass sich die Person erheblichen gesundheitlichen Schaden zufügt oder gar das Leben nimmt. Das Verfahren, bis es zu einer freiheitsentziehenden Unterbringung kommt, kann Monate dauern. 

Wenn es zu viel wird: Verantwortung abgeben oder teilen

Angehörige, die die Verantwortung nicht länger tragen können oder wollen, sollten mit dem Hausarzt der betroffenen Person sprechen. Häufig ist es angebracht, das zuständige Betreuungsgericht hinzuzuziehen. In „Ich pflege“ berichtet die Angehörige Claudia Bromser, dass sie genau diesen Weg gegangen ist. Die 55-Jährige hat eine Vorsorgevollmacht für ihre 86-jährige Mutter. Die Untervollmachten für die Aufgabenbereiche Gesundheit und Wohnen hat Claudia Bromser abgegeben, da ihre an Demenz und Diabetes erkrankte Mutter sich allen Untersuchungen verweigerte. Mit der Entscheidung geht es Claudia Bromser gut. Sie ist nicht mehr für alles alleine verantwortlich.

Weitere Themen in der neuen „Ich pflege“:


●    Tracking von Demenzerkrankten – Möglichkeiten und rechtliche Grenzen
●    Beschwerdetelefone – Hilfe in schwierigen Pflegesituationen
●    Reisen mit pflegebedürftigen Kindern – eine wertvolle Auszeit mit Herausforderungen

Die digitale Ausgabe des Magazins sowie ältere Ausgaben gibt es hier: Ich Pflege