Abi-Streich - Gesetzliche Unfallversicherung greift nicht automatisch

4. April 2018

Junge Menschen feiern © fotolia – thodonal

Zum Abitur gehört der Abi-Streich – das hat Tradition und gehört für viele junge Menschen einfach zur Reifeprüfung dazu. Passiert dabei allerdings ein Unfall, greift nicht automatisch die gesetzliche Unfallversicherung. Darauf weisen der Gemeinde-Unfallversicherungsverband Hannover (GUVH) und die Landesunfallkasse Niedersachsen (LUKN) hin.

„Gilt die Feier als schulische Veranstaltung, das heißt: Die Organisation liegt bei der Bildungseinrichtung, besteht für die Schülerinnen und Schüler gesetzlicher Unfallversicherungsschutz", erklärt Roland Tunsch, Geschäftsführer des GUVH und der LUKN. Bei Abi-Streichen, die nicht unter Aufsicht, Kontrolle oder Einflussnahme der Schule stehen, sieht das etwas anders aus: „Hier handelt es sich um sogenanntes eigenwirtschaftliches Handeln, das nicht gesetzlich unfallversichert ist", informiert Tunsch weiter.

Die Schulleitung hat bei schulischen Veranstaltungen darauf zu achten, dass „Späße", die von den Beteiligten schwer beherrschbar sind, unterbleiben. Zu verbieten sind zum Beispiel riskante Kletterpartien. Zwar ist der Wunsch nachvollziehbar, einen außergewöhnlichen Abi-Streich zu bieten, doch appellieren der GUVH und die LUKN an die jungen Erwachsenen, sich und andere dabei nicht zu gefährden.

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